Mischtechnik
2026, 90 x 100 cm
Die 2026 entstandenen Werke „Fokus“ und „Anpassung“ setzen sich kritisch mit den Entwicklungen der Frauenemanzipation und dem Phänomen der „Tradwives“ auseinander, das in den letzten Jahren zunehmend an Sichtbarkeit und Popularität gewonnen hat.
Während die Werkserie „On Feminism“ aus dem Jahr 2020 noch von einem deutlich optimistischeren Blick geprägt war und den Eindruck eines zum Greifen nahen Sieges über tradierte gesellschaftliche Rollenerwartungen vermittelte, thematisiert die Künstlerin 2026 eine gegenläufige Bewegung: die überraschende Renaissance ultrakonservativer Lebensentwürfe.
Der Begriff „Tradwife“ (Plural: Tradwives; Kurzform für traditional wife, dt.: „traditionelle Ehefrau“) bezeichnet Frauen, die sich bewusst für ein Leben in stark traditionellen Geschlechterrollen entscheiden. Oft inszenieren sie sich in einer 1950er-Jahre Ästhetik als Hausfrauen, die sich ihrem Ehemann unterordnen und sich wirtschaftlich von ihm abhängig machen, indem sie auf Beruf oder Kariere außerhalb des Haushalts verzichten. Ihre Rolle definieren sie primär über Fürsorge, Familie und Haushalt. Ihren Lifestyle zelebrieren und ästhetisieren sie insbesondere auf Social Media als einen Akt der Selbstverwirklichung.
Die Werke „Fokus“ und „Anpassung“ verdichten diese Thematik visuell und konzeptuell. Im Zentrum steht die Ehe als Kern der Tradwives-Ideologie, symbolisch verkörpert durch einen Ring, der als zentraler Anker der Komposition fungiert. Dieser steht zugleich für Bindung wie auch für Begrenzung.
In der Gegenüberstellung von Konzentration und Selbstanpassung eröffnen die Werke ein Spannungsfeld zwischen Autonomie, Erwartung und Vorgabe. Dabei hinterfragen sie die vermeintliche Freiwilligkeit dieser Lebensentwürfe.
Mischtechnik
2026, 90 x 100 cm
Die 2026 entstandenen Werke „Fokus“ und „Anpassung“ setzen sich kritisch mit den Entwicklungen der Frauenemanzipation und dem Phänomen der „Tradwives“ auseinander, das in den letzten Jahren zunehmend an Sichtbarkeit und Popularität gewonnen hat.
Während die Werkserie „On Feminism“ aus dem Jahr 2020 noch von einem deutlich optimistischeren Blick geprägt war und den Eindruck eines zum Greifen nahen Sieges über tradierte gesellschaftliche Rollenerwartungen vermittelte, thematisiert die Künstlerin 2026 eine gegenläufige Bewegung: die überraschende Renaissance ultrakonservativer Lebensentwürfe.
Der Begriff „Tradwife“ (Plural: Tradwives; Kurzform für traditional wife, dt.: „traditionelle Ehefrau“) bezeichnet Frauen, die sich bewusst für ein Leben in stark traditionellen Geschlechterrollen entscheiden. Oft inszenieren sie sich in einer 1950er-Jahre Ästhetik als Hausfrauen, die sich ihrem Ehemann unterordnen und sich wirtschaftlich von ihm abhängig machen, indem sie auf Beruf oder Kariere außerhalb des Haushalts verzichten. Ihre Rolle definieren sie primär über Fürsorge, Familie und Haushalt. Ihren Lifestyle zelebrieren und ästhetisieren sie insbesondere auf Social Media als einen Akt der Selbstverwirklichung.
Die Werke „Fokus“ und „Anpassung“ verdichten diese Thematik visuell und konzeptuell. Im Zentrum steht die Ehe als Kern der Tradwives-Ideologie, symbolisch verkörpert durch einen Ring, der als zentraler Anker der Komposition fungiert. Dieser steht zugleich für Bindung wie auch für Begrenzung.
In der Gegenüberstellung von Konzentration und Selbstanpassung eröffnen die Werke ein Spannungsfeld zwischen Autonomie, Erwartung und Vorgabe. Dabei hinterfragen sie die vermeintliche Freiwilligkeit dieser Lebensentwürfe.